„Mich häld et Levve am Danze“

– das ist das Credo der Kölner Chansonsängerin Gaby Koof. Sie startete mit der Idee, Chansons op Kölsch zu singen, also mit Liedern, die wohl die Kölner Seele trafen, aber definitiv nichts mit Karneval zu tun hatten. Sie könne so Gefühle am Besten ausdrücken, hat Gaby Koof damals gesagt. Mittlerweile sieht sie das etwas anders. Sie fing damit an, französische Lieder, die sie auf Kölsch sang, zweisprachig zu singen, entdeckte dabei den Klang und die emotionale Wirkung der Lieder in Originalsprache und erweiterte kontinuierlich ihr Repertoire. Sie entdeckte hochdeutsche Lieder für sich. Und dass sie bald auch spanische canciones hinzufügte, lag nahe, denn sie spricht diese Sprache perfekt. Geblieben ist, dass Gaby Koof nur Lieder singt, die sie auch in ihrer emotionalen Tiefe versteht, eben in den Sprachen, die sie auch beherrscht. Auf der Bühne feiert sie ein Fest mit ihrem Publikum. Ihr Repertoire ist inzwischen so breit angelegt, dass sie für unterschiedliche Anlässe auch unterschiedliche Programme zusammenstellen kann. Sie liebt Räume, in denen sie ein Publikum findet, dass gern mit ihr auf die musikalische Entdeckungsreise geht. Am Klavier begleitet wird Gaby Koof von Andreas Lasonczyk, sie selbst spielt zu manchen Liedern das Akkordeon. Natürlich werden die fremdsprachigen Lieder kurz erklärt, Gaby Koof lebt ihre Lieder, sie versteht es mit ihrer starken Präsenz das Publikum in den Bann zu ziehen.

„An ming Fründe“

so heißt der Titel des aktuellen Albums von Gaby Koof, das überall im Fachhandel erhältlich ist (oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). In 12 einfühlsamen Stücken erzählt die Nippeserin Geschichten von rheinischer Lebenslust mit ganz unterschiedlichen Stimmungen, oft mit einer gewissen Portion Melancholie oder Wehmut. Es sind Texte über den Alltag, die Familie, die Liebe, das Älterwerden, eben Geschichten „us em Levve“. 

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